Der Photovoltaik Ausbau schwächelt !

Im Oberbergischen Kreis spiegelt sich dieser Trend wieder !

Auch der Ausbau von PV- Freiflächenanlagen kommt nur langsam voran!

Symbolfoto: Bildquelle: Fotolia.com

Grafik 1: Installierte PV-Leistung im Jahr 2025 im OBK

Grafik 3: jährliche Zubau der PV-Installationen im OBK von 2018 bis 2025

Symbolfoto: Balkonanlage Bildquelle : istock

Waren es im Jahre 2023 noch etwa 42 MW an installierter Solarleistung, so wurden im Jahr 2025 nur 37 MWp an Solarleistung installiert.

Innerhalb dieser Summe ist auch eine PV-Freiflächenanlage mit knapp 9 MW, die auf einem Firmengelände in Radevormwald installiert wurde. Die installierte PV-Leistung auf Dächern beträgt dann nur etwa 27 MW.

Vergleicht man die Zahlen von 2025 mit den Zahlen von 2023, so hat der Ausbau von Solardachanlagen bei uns im Oberbergischen Kreis um 
über 30 % abgenommen (Grafik 1).

Setzt sich dieser Trend fort, so wird es schwierig werden, das angestrebte Ziel für den Oberbergischen Kreis im Jahr 2030 von fast 553 MW zu erreichen.

Bisher wurden im OBK Stand 31.12.2025 etwa 230 MW an Solarleistung installiert (Grafik 2).

Diese Zahl errechnet sich aus der Sollvorgabe der Bundesregierung. Laut Vorgabe für Deutschland für das Jahr 2030, soll eine Solarleistung von 215.000 MW installiert sein. Setzt man die Fläche der BRD und des OBK in Relation, so ergibt sich für den OBK einen Sollvorgabe von 553 MW.

Die Frage, die stellt sich nun: Wie wollen wir die erklärten Ziele beim Klimaschutz so erreichen?
Gerade durch den Krieg im Nahen Osten und den daraus resultierenden Öl- und Gaspreisanstiegen ist wichtiger denn je, von den fossilen Brennstoffen weg zukommen.

Wir brauchen daher mehr Wind- und PV-Freiflächenanlagen im Oberbergischen Kreis, um unsere Klimaschutzziele bis 2030 erreichen zu können! 
Das Potential der Dachflächen und anderer versiegelter Flächen muss noch mehr genutzt werden. Je mehr PV-Anlagen auf Dächern oder andere versiegelter Flächen, wie zum Beispiel auf Parkplätzen gebaut werden, umso weniger Flächen, die zur Zeit landwirtschaftlich genutzt werden, sind dann notwendig.

Sehr erfreulich ist jedoch der Zubau an Balkonanlagen (Grafik 5). Jeder Bürger oder Bürgerin kann hier ohne großen Aufwand solche Balkonanlagen installieren.

Erleichtert wird dies nun auch damit, dass der Anschluss einer Balkonsolaranlage an eine Haushaltssteckdose nun auch regelkonform ist.
So steht es nun in der neuen Norm „DIN VDE V 0126-95"

Auszug daraus:

Die neue Produktnorm DIN VDE V 0126-95 ermöglicht den sicheren Anschluss von steckerfertiger PV-Anlagen über eine Haushaltsteckdose. Bei dieser Art des Anschlusses darf die Wechselrichterleistung 800 VA nicht überschreiten

 

Leider ist die Diskussion wieder entstanden ob der Ausstieg aus der Atomkraft ein Fehler war.

Was viele vergessen, ist neben dem unkalkulierbaren Risiko bei einem GAU(1), die Wirtschaftlichkeit eines AKWs. Will man ehrlich sein, so muss man alle Kosten mit einrechnen. Bisher gibt es kein Versicherer, der die Risiken eine Atomkraftwerkes mit versichert. Bei einem GAU muss dann die Allgemeinheit, der Staat für aufkommen.

Laut einer Studie des „Versicherungsforum Leipzig GmbH" aus dem Jahr 2011 könnte der fiktive Energiepreis für Atomstrom (netto) für die damals noch laufenden AKWs maximal bis auf 2,36 Euro je kWh steigen.
Ja und ein Endlager haben wir auch noch nicht !!

Hier der Link zum „Versicherungsforum Leipzig” zum Nachlesen.

Dazu auch noch eine Stellungnahme von Professor Harald Lesch.
Unter folgenden Link ist der Beitrag abrufbar.

  

(1) Der "Größte anzunehmende Unfall" (GAU) ist der schlimmste denkbare Störfall beim Betrieb eines Atomkraftwerkes.

 

 

 

 

 

PV-Installation in 2025

  • Grafik 1: Installierte PV-Leistung im Jahr 2025 im OBK
  • Grafik 2: Installierte PV-Gesamtleistung OBK Stand 31.12.2025
  • Grafik 3: jährliche Zubau der PV-Installationen
  • Grafik 4: Abweichung vom Soll mit Flächenbezug OBK zu BRD
  • Grafik 5: jährlicher Zubau der PV-Balkonanlagen im OBK
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